In einer neuen Printkampagne der Agentur AvL/SE für die Artenschutzorganisation Pro Wildlife übernehmen Wildtiere Jobs, für die sich Menschen zu schade sind. Die provokativen Anzeigen sollen verhindern, dass sich Urlauber unwissentlich an Tierquälerei beteiligen.

Die Anzeigen wurden vom Cannes-Lions-Preisträger Ricardo Salamanca und seinem Team bei Salamagica illustriert und zeigen exotische Tiere bei niederen Tätigkeiten: Ein Elefant liefert in einer öden, umweltbelasteten Stadt Pizzen aus, ein Tiger wischt den schmutzigen Boden eines schäbigen Eingangs zu einer Peepshow. Doch die Bilder haben einen traurigen Hintergrund, denn die Tiere haben Schlimmeres erlebt. Die Botschaft lautet: „Jede Arbeit ist besser als ein Dasein als Touristenattraktion.“

Pro Wildlife beauftragte AvL/SE mit der Entwicklung der Kampagne noch vor der Urlaubssaison, um die Touristen daran zu erinnern, dass Attraktionen mit Tieren wie Elefantenreiten oder Selfies mit Tigern auf Tierquälerei hinauslaufen. Problematisch ist das vor allem in Asien, Südamerika und Afrika, wo dieser Missbrauch weit verbreitet ist. AvL/SE entwickelte die Artenschutz- Kampagne rund um die Idee, dass „Tiere alles dafür tun würden, ihren Job zu wechseln“.

Adeline Fischer, Kampagnenmanagerin bei Pro Wildlife, erklärt: „Hundertausende von Tieren weltweit fristen heute im Namen des Tourismus ihr Dasein in kleinen Käfigen und in Ketten. Elefantenritte, Selfies mit Schimpansen oder das Streicheln von Tigern sind für viele Urlauber ein absolutes Highlight. In den weitaus meisten Fällen werden die Tiere aber unter erbärmlichen Bedingungen gehalten und mit Gewalt trainiert, kontrolliert oder ruhiggestellt. Aus all diesen Gründen raten wir Touristen, sich vor der Reise zu informieren. Echte Auffangstationen erlauben Touristen keinen direkten Kontakt mit den Tieren, züchten keine Tiere und wildern die Tiere wieder aus. Wer sichergehen will, sollte die Tiere einfach in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten. Dort sind sie auch am schönsten.“

André Aimaq, CCO und Mitbegründer von AvL/SE, merkt an: „Unsere Zusammenarbeit mit Pro Wildlife reicht zurück bis in das Jahr 2006. Bei dieser neuen Aufgabe ging es darum, Routinen zu durchbrechen und Urlauber dazu zu bewegen, Tierattraktionen zu hinterfragen und schließlich auf eine Teilnahme zu verzichten. Um eine unmittelbare Wirkung zu erzielen, haben wir eine visuelle Welt erschaffen, die den Betrachter zugleich fasziniert und verstört. Ricardo Salamanca und sein Team wählten wir wegen ihres hyperrealistischen, traumhaften Stils, der CGI, Fotografie und Illustration vereint. Mit ihrer innovativen und einzigartigen Ästhetik sind sie der ideale Partner für dieses Projekt.“

Die Printkampagne startet am Mittwoch, den 09. Mai 2018, in Zeitschriften und auf den Web- und Facebook-Seiten von Pro Wildlife.

Über Pro Wildlife

Pro Wildlife ist eine 1999 gegründete, international tätige Non-Profit-Tier- und Naturschutzorganisation mit Sitz in München. Ziel des Vereins ist die Durchsetzung besserer Schutzgesetze und -maßnahmen für Wildtiere, deren Bestand durch Wilderei, Jagd, Tierhandel und Zerstörung der Lebensräume bedroht wird. www.prowildlife.de